Qualitätsbericht 2025

Gemessen. Nicht einfach nur behauptet.

Seit 1998 misst die Klinik Wollmarshöhe die Ergebnisse ihrer Behandlung systematisch. Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wird das von der Forschungsstelle für Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg.

Der Qualitätsbericht 2025 ist der vierzehnte Bericht dieser Art. Er umfasst den Zeitraum Januar 2023 bis Dezember 2024 und erscheint alle zwei Jahre. Verantwortlich ist Prof. Dr. rer. soc. Dipl.-Psych. Stephanie Bauer, Forschungsstelle für Psychotherapie, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Universitätsklinikum Heidelberg.

Erfasst wurden 814 Patienten. Von 718 liegen sowohl die Angaben der Patienten als auch die der Therapeuten vor. Auf diesen 718 Behandlungen beruhen die Ergebnisse. Ein halbes Jahr nach der Entlassung wurden die ehemaligen Patienten noch einmal befragt.

Die Ergebnisse der Untersuchung auf einen Blick.

Behandlungsergebnis 96,8 % gute Verläufe.

Bewertet nach dem Stuttgart-Heidelberger Modell aus Sicht von Patienten und Therapeuten. Nur 3,2 % der Behandlungen gelten als auffällig (2021–2022: 4,6 %).

Nach sechs Monaten 96,2 % sagen: Es hilft nachhaltig.

So viele ehemalige Patienten geben ein halbes Jahr nach der Entlassung an, dass ihnen die Behandlung dauerhaft hilft, besser mit Problemen umzugehen.

Empfehlung 98,5 % würden die Klinik empfehlen.

Ebenso viele bewerten die Behandlungsqualität bei der Entlassung als sehr gut. Alle Zufriedenheitswerte liegen über 95 %.

Therapeutenurteil 80,6 % deutlich gebessert.

Gemessen an der Beeinträchtigungsschwere nach Schepank: 68,5 % sehr gebessert, 12,1 % gebessert. Verschlechterungen unter 1 %.

Datenbasis 718 Behandlungen.

Vollständig dokumentiert aus Patienten- und Therapeutensicht, Januar 2023 bis Dezember 2024. In der Nachbefragung antworteten 342 ehemalige Patienten.

Aufenthalt 45,7 Tage im Durchschnitt.

Damit liegt die Verweildauer im Bereich vergleichbarer psychosomatischer Fachkliniken.

Nahezu jeder Patient berichtet von deutlichen Verbesserungen.

Aus Sicht der Patienten

  • Psychische Symptomatik: 95,3 %
  • Krankheitsverständnis: 93,8 %
  • Psychisches Wohlbefinden: 92,9 %
  • Körperliches Befinden: 90,6 %
  • Einstellung zur Zukunft: 88,3 %
  • Selbstwerterleben: 85,2 %

Zufriedenheit bei der Entlassung

  • Behandlungsqualität: 98,5 %
  • Würde die Klinik empfehlen: 98,5 %
  • Besser mit Problemen umgehen: 97,9 %
  • Insgesamt zufrieden: 97,2 %
  • Gewünschte Behandlung erhalten: 96,4 %
  • Würde wiederkommen: 96,2 %

Bestätigt wird das durch standardisierte psychometrische Skalen. Im Klinisch Psychologischen Diagnosesystem KPD-38 verbessert sich die allgemeine Befindlichkeit bei 65,4 % der Patienten, eine Verschlechterung zeigt sich bei 0,3 %. Die stärksten Effekte finden sich bei der körperbezogenen Beeinträchtigung (Cohens d = 1,5), der psychischen Beeinträchtigung (d = 1,1) und der allgemeinen Lebenszufriedenheit (d = 1,0).

Die Patientenerfolge haben Bestand.

Sechs Monate nach der Entlassung wurden 629 ehemalige Patienten zu einer Online-Nachbefragung eingeladen. 342 haben den Fragebogen vollständig ausgefüllt, eine Rücklaufquote von 54,4 %. Sie liegt im oberen Bereich vergleichbarer Nachbefragungen. Die in der Klinik erreichten Verbesserungen bleiben bei der Mehrzahl erhalten. Die Zufriedenheit liegt auch ein halbes Jahr später in allen abgefragten Bereichen zwischen 93,6 und 96,5 %. 96,2 % berichten, dass ihnen die Behandlung nachhaltig geholfen hat, besser mit Problemen umzugehen. 96,5 % bewerten die Qualität der Behandlung auch im Rückblick als zufriedenstellend.

Wie werden wir gemessen?

Grundlage ist das Stuttgart-Heidelberger Modell der Qualitätssicherung. Bei Aufnahme und Entlassung wird standardisiert erhoben, wie es den Patienten geht, aus ihrer eigenen Sicht und aus Sicht der Therapeuten. Jeder Verlauf wird nach festen Regeln als „gut“ oder „auffällig“ bewertet. Auffällige Verläufe bespricht das Team in internen Qualitätszirkeln.

Erhoben wird mit der Software ASMO, entwickelt von der Forschungsstelle für Psychotherapie. Verwendet werden wissenschaftlich validierte Instrumente: das Klinisch Psychologische Diagnosesystem KPD-38 und die Beeinträchtigungsschwere nach Schepank. Als Verbesserung gilt nur, was nach Jacobson und Truax statistisch zuverlässig und klinisch bedeutsam ist.

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